Wichtig zu wissen für Ihren Besuch im Heiligtum für Isis und Mater Magna!

Die Ausstellung ist aus technischen Gründen am Montag, den 29. November und Mittwoch, den 01. Dezember geschlossen!

Die archäologische Ausgrabungsstätte im Untergrund der Römerpassage ist für das Publikum unter folgenden Bedingungen geöffnet:

Einlass erfolgt nach der 2 G Regel, d. h. nur geimpfte und genesene Besucher mit entsprechendem Nachweis und Erfassung der Kontaktdaten. Es dürfen sich bis zu 10 Besucher gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Dieser QR-Code ermöglicht einen Blick in den Präsentationsraum.

Römische Fastnacht der IRM erinnert an „Mainzer Königreich“

Die Initiative Römisches Mainz macht auf die untenstehende Veranstaltung aufmerksam. Wie in der Mitgliederversammlung angekündigt haben wir begonnen, die Verbindungen zu wichtigen Mainzer aktiven Gruppen zu verbessern, zu denen zweifelsfrei die Fastnachter gehören. Da bietet sich die Römische Feier zu Ehren des Saturns mit ihren bekannten Verbindungen zur Fastnacht geradezu an. Das haben wir aufgegriffen und laden nun herzlich zu einer IRM-Veranstaltung am 11.11.2021 ein.

Die Initiative Römisches Mainz (IRM) kehrt zu den römischen Wurzeln der Fastnacht zurück: die römischen Saturnalien (Fest des Gottes Saturn) waren charakterisiert durch Rollentausch, Verkleidungen und Pikanterie. Die Sklaven wurden zu Herren und man beschenkte sich. Am Hofe der Kurfürsten wurden im Barock zur Fastnachtszeit in Mainz Feiern abgehalten, bei denen in römischer Tradition den Teilnehmern die Rolle per Los zugeordnet wurde. So ist überliefert, dass der Kurfürst Johann Philipp von Schönborn 1664 das Los des Schreiners, 1668 das des Mundschenks zog, der alle Gäste bediente. Dieser Brauch, der „Mainzer Königreich“ genannt wird, wurde 1775 durch Friedrich Karl Joseph von Erthal beendet, der überhaupt keinen Gefallen am fastnachtlichen, saturnalischen Rollentausch fand.

Am 11.11.2021 kehren die Saturnalien und damit das „Mainzer Königreich“ zurück. 88 Gäste können am 11.11. um 19:11 Uhr in der Kulturei auf der Zitadelle teilnehmen (verkleidet als Gegenteil dessen, was sie im Alltagsleben sind, z.B. der Polizist als Straftäter). Zum hochkarätigen Programm gibt es römische Speisen und Weine aus der Küche des Weingutes Historic, es treten auf u.a. Peter Krawietz, Norbert Roth, Bernhard Knab, das Duo Aeterna, Nico und Nadine Meurer, die Fastnachtsprofessorin Dr. Patricia Lowin, Christian Pfarr, Giordano Bruno und eine Überraschungsgästin. Die Veranstaltung endet unter Schutz der unsichtbaren Römergarde mit einem Ausmarsch durch das Römische Bühnentheater. Es gelten strikte 2 G Regeln. Die großzügige Sitzordnung lässt bewusst kein Schunkeln, wohl aber fröhliche Geselligkeit und Heiterkeit zu. Veranstaltungsort: Kulturei, Zitadellenweg, Einlass: 18.11 Uhr, Beginn: 19.11 Uhr.

Karten können ab sofort bestellt werden unter taberna@roemisches-mainz.de. Der Eintritt kostet – unter Einschluss von Römischer Bewirtung und Wein – 33 Euro, für IRM-Mitglieder 22 Euro. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Initiative Römisches Mainz e.V.

Ausstellungseröffnung „Inszenierte Antike“ – Präsenzoptimierung der Römischen Antike im Mainzer Stadtleben

von links: Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz, Thomas Brenner (Künstler),
Prof. Christian Vahl (Vorsitzender IRM) und Minister Roger Lewentz (Innenministerium Rheinland Pfalz)

Ansprache von Herrn Prof. Christian Vahl zur Projekteröffnung:

In einem Zeitungsinterview hatte ich im Mai gesagt, dass man nicht jedes Jahr ein Isis- Heiligtum ausgraben könne, um so die Flamme des öffentlichen Interesses für das Römische Mainz zu unterhalten.

Ich merkte an, dass man auch nicht beklagen dürfe, wie wenig Besucher in die Museen gingen und welch ein Schneewittchendasein wichtige Funde und Monumente aus der Römerzeit derzeit in Mainz spielen.

Meine Schlussfolgerung war: wenn die Mainzer nicht zu Denkmälern gehen, dann müßten die Denkmäler eben zu den Mainzern gehen. Ich sehe auch heute die IRM als Motor für eine Präsenzoptimierung der Römischen Antike in Mainz. Da paßt es gut, dass es eine der satzungsgemäßen Aufgaben der IRM ist, das römische Erbe im Bewusstsein von Bewohnern und Besuchern der Stadt Mainz präsent zu machen und zu verankern.

Diesem Leitgedanken folgend hat die IRM in den vergangenen Monaten  bereits einige Projekte umgesetzt:

  • Nachtvorträge FORUM ROMANUM im Landesmuseum: ausgehend von der Antike wurde ein Brückenschlag in die Gegenwart geschaffen bei Themen wie Schönheitsideale, Hygienekonzepte, Speisen der Gladiatoren und vieles mehr.
  • Die IRM hat die Schirmherrschaft der Verleihung des 5. Mainzer Medienpreises im Römischen Theater an Prof. Gerhard Trabert übernommen und gestaltet. Wir alle schreiben lateinische Schrift: die Schrift der Römer ist ein zentrales Kommunikationsmedium. Wo also kann ein Medienpreis berechtigter gefeiert werden als im Römischen Theater?
  • Auch kleinere Formate zur Präsenzoptimierung wurden in der Öffentlichkeit erfolgreich erprobt: etwa eine Fahrt mit dem römischen Streitwagen zu einem vergessenem römischen Denkmal: zum  Meilenstein neben dem Theater oder eine Wanderung mit Neptun zum Fundort der Römerschiffe. Beides konnte wegen Corona nicht in der Fastnachtszeit stattfinden, sondern wurde im Sommer nachgeholt.

Diese verspielten Aktionen führen direkt zum Leitprojekt der IRM, das wir heute eröffnen:

Um neue und unerwartete Begegnungen mit dem römischen Erbe anzubieten, wurde das Projekt „inszenierte Antike“ entwickelt.

Ehe ich zu diesem Projekt der IRM ein paar Überlegungen mit Ihnen teilen möchte, danke ich dem Veranstaltungsteam der Initiative Römisches Mainz, die dieses Präsenzprojekt unermüdlich vorantrieb. Besonders danken möchte ich Bernd Funke, Dr. Marion Witteyer,  Udo Kaufhold, Gerhard Blödel, Michael Scherf, Edith Kronenberger, Amelie Ruppert, Gerold Nejedly und Susanne Vahl.

Die IRM bedankt sich besonders herzlich bei den großzügigen Sponsoren Peter Karrié, Stephan Schmitz, Tourismusfonds Mainz, Mainzer Kunst Galerie und der Stadt Mainz, ohne die eine Realisierung nicht möglich gewesen wäre.

Wir danken für das unermüdliche Engagement der Aktiven, die begeistert bei der anspruchsvollen Inszenierung der Fotografien mitgewirkt haben. Stellvertretend für alle danke ich Herrn Günter Minas und Frau Christiane Schauder, die sich als Künstler in der Gruppe der Akteure auf den Photos eingereiht haben.

Und nicht zuletzt danke ich der belastbaren Kooperativität der Kollegen der Werbegemeinschaft Römerpassage, Herrn Frohnhöfer, Herrn Trapmann, der Firma Beckstage und dem Eiscafé Florenz.

Und nun zurück zur „inszenierten Antike“:

Sechs Denkmäler haben sich auf den Weg in die Römerpassage gemacht. Und nun sind sie hier. Sie erzählen neue Geschichten. Sie nutzen die ästhetischen Codes zeitgenössischer Kunst als Kommunikator. Ein weltweit anerkannter Meister der inszenierten Photographie, Thomas Brenner, wurde von uns mit der Umsetzung des Projektes betraut. Wenn er – und wenn wir – zum Zeitpunkt des Starts gewußt hätten, wie viel Zeit, Aufwand und Detailarbeit die Realisierung erforderte, wären wir vielleicht nicht gestartet. Der Spaß und die unglaubliche Kreativität und die Liebe zu dem Römischen Erbe haben uns alle entschädigt.

Hier in der Römerpassage, in direkter Nähe zum Isis-Heiligtum, sind seit heute sechs herausragende Denkmäler von Mainz versammelt, um anschließend gemeinsam durch Rheinland Pfalz zu reisen: die Römersteine, der Drususstein, das Gräberfeld, das Römische Theater, das Römertor und der Zollhafen.

Denkmäler und Monumente können zwar bekanntlich nicht reden, sprechen aber durch Präsentation und Inszenierung. Jedes Monument und jedes Denkmal ist von dem Moment an, in dem es als ein solches wahrgenommen wird, aus der Perspektive der Kunsthistoriker bereits eine Inszenierung. Dieser Umstand ist wesentlich für sein Überleben. Als das Römische Theater kein Funktionsbau mehr war und noch nicht als Inszenierung wahrgenommen wurde, wurden seine Steine für andere Bauten verwendet.

Jedes Monument ist eine Inszenierung.

Aber nun kommen zwei wichtige Aspekte ins Spiel:

  1. Die ganz große Schwäche eines Monuments ist es, dass sich die ästhetische Sprache einer Gesellschaft in sehr kurzen Zeiträumen ändern kann. Dadurch ist die langfristige Wirkung eines Monuments gar nicht richtig abzuschätzen. Diese Änderung der ästhetischen Codes kann dazu führen, dass Monumente nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht mehr funktionieren oder ganz andere Botschaften transportieren. Denken sie an die Prachtbauten des sozialistischen Realismus. Wer hilft hier weiter?
  2. Insgesamt muss sich eine Gesellschaft die Frage stellen, mit welchen Monumenten sie eigentlich leben will und für welche Inhalte diese Monumente stehen sollen. Dabei ist auch klar, dass es Monumente gibt, die für unsere heutige Gesellschaft eher bedeutungslos sind und andere, die ganz bewusst eine Umgestaltung oder Kontextualisierung benötigen. Wer leistet das?

Eine Antwort auf beide Fragen lautet: die Kunst, die mit den ästhetischen Codes unserer Zeit den Monumenten begegnet und sie im künstlerischen Prozeß auf neue Weise zum Sprechen bringt: als Anregung und Aufregung, als Forderung und Bitte, als Drohung oder Perspektive, als Verstehen und Nicht Verstehen. Als ästhetisches Signal und reine Form oder als Inhalt und Botschaft.

Bauten, Monumente, Denkmäler, an die niemand mehr denkt, verschwinden aus unserem Bewußtsein. Die IRM stellt sich daher der Aufgabe, neue Erinnerungs- und Begegnungsorte mit der römischen Antike im Stadtbild zu generieren. Sie will außerschulische Lern- und Lehrorte schaffen, die unserem römischen Erbe mehr Gegenwartspräsenz geben könnten.

Die IRM ist ein Mainzer Motor, der – und dafür steht der heutige Tag – neue Wege der Begegnung mit dem römischen Erbe erprobt, ohne dabei unsere Kernaufgaben zu vernachlässigen: den Bestand zu sichern, zu erweitern und zu erhalten. Im Sinne der Präsenzoptimierung sehe ich 3 D-Visualisierungen, Virtuelle Realität, physische virtuelle Realität mit Reenactment Gruppen, augmented Reality und künstlerische Transformationen als spannende, innovative und gleichberechtigte Wege an.

In diesem Jahr haben wir der Kunst den Vorzug gegeben. Kunst lebt von Kommunikation. Kunst kann Kommunikation. Das schien in einer Coronazeit vorrangig.

Wir sind dankbar, dass Thomas Brenner das Projekt Inszenierte Antike mit unerschütterlicher Energie und einer für die IRM begeisternden Eindringtiefe zu seinem Projekt gemacht hat.

Das Projekt soll dafür stehen, dass wir sehr ernsthaft nach neuen Wegen suchen müssen, Begegnungen mit römischer Antike in einer Stadt, die sich in römischer Nachfolge sieht, zu verbessern. Mit dem Projekt wollen wir Staunen erzeugen, junge Menschen ansprechen, Irritation auslösen zum Innehalten zwingen. Das Römische Erbe ist hier. Man kann und will nicht wegschauen. Wir laden zu Mitmachen ein.

Zur Vorstellung des Kunstprojekts und des Künstlers gebe ich nun sehr gerne das Wort weiter an Herrn Dr. Martin Henatsch, Rektor der Kunsthochschule Mainz. Vielen Dank Herr Dr. Henatsch, dass Sie diese anspruchsvolle Aufgabe übernommen haben!

Einladung zur Mitgliederversammlung der IRM

14. Oktober 2021 von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr im  Bürgerhaus Hechtsheim (Am Heuergrund 8, 55129 Mainz-Hechtsheim)            

Liebe Mitglieder der IRM,

nach sorgfältigem Abwägen der aktuellen Situation hat sich der Vorstand entschieden, eine Mitgliederversammlung im streng corona-konformen Format anzubieten. Diese entspricht von den Randumständen den Bedingungen des vergangenen Jahres. Vorteilhaft scheint uns aber im Vergleich, dass nunmehr ein Ausmaß des Geimpftseins vorliegt, das wir im vergangenen Jahr natürlich noch nicht erreicht hatten.

Sie können sich bitte gerne in der Taberna über die an dem Tag der Mitgliederversammlung geltenden Corona-Reglemtierungen informieren, um deren strenge Beachtung wir bitten. Eine Mitführung der Dokumentation Ihres Impfpasses oder bei Genesenen eine ärztliche Bescheinigung zu Ihrer Corona-Situation ist in jedem Fall notwendig.

Wir freuen uns sehr darauf, Sie wieder zu sehen und auf die Möglichkeit des – unter Abstandsgebot stehendem – Gedankenaustausches. Die IRM kann stolz auf das zurückliegende Jahr in sehr schwierigen Zeiten sein und dankt bereits jetzt allen Mitgliedern der IRM für den Zusammenhalt und das unermüdliche Engagement im Dienste unseres Römischen Erbes.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Christian Friedrich Vahl

PS: Wir bitten um eine verbindliche  Anmeldung bis zum 09. Oktober 2021 per E-Mail (taberna@roemisches-mainz.de), per Fax (06131-6007494) oder per Brief (Römerpassage 1, 55116 Mainz)

Tagesordnung

  1. Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herr Prof. Dr. Vahl
  2. Tätigkeitsbericht des Vorstandes im zurückliegenden Geschäftsjahr und Projekte
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Aussprache über die Berichte
  6. Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2020
  7. Wahl des Gesamtvorstandes für 2021 bis 2023
  8. Neuwahl eines Kassenprüfers/Kassenprüferin
  9. Vortrag Frau Dr. Witteyer: In der Archäologie nichts Neues?
  10. Sonstiges

NOVITAS – Newsletter der IRM Ausgabe 2/2021

Liebe Freunde des Römischen Mainz, liebe IRM-Mitglieder,

so schnell schon die zweite NOVITAS-Ausgabe, werden Sie sich wundern. Aber das hat, wie Sie sofort erkennen werden, einen ganz besonderen Grund. Wer in der jüngsten Zeit die Medien verfolgt hat, wird sich gewundert haben, wie häufig die IRM und damit das Römische Mainz genannt worden ist. Das ist in den Print-Medien ebenso der Fall wie in den Sozialen Netzwerken, wie beispielsweise Facebook. Für den ein oder anderen von Ihnen sind die Zusammenhänge und Hintergründe eventuell verwirrend, und es taucht vielleicht die Frage auf, was die IRM denn eigentlich mit künstlerischen Aktivitäten verbindet. Unsere Antwort: Wir nutzen ganz im Sinne unserer 20 Jahre alten Satzung alle heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, das Römische Mainz und unsere Vergangenheit bei der Mainzer Bevölkerung und darüber hinaus interessant zu machen. Wenn beispielsweise (und das ist nicht erfunden) unter mehr als 50 Mitgliedern einer ansonsten sehr honorigen Gesellschaft nicht eines in der Lage war, zu sagen, wo die Mainzer Römerschiffe gefunden wurden, so ist dies ein deutliches Zeichen an uns, noch mehr aufklärende Arbeit zu leisten. Und das kann auch über den Weg der Kunst geschehen.

Wir wünschen Ihnen auch in diesem Sinne eine angenehme Lektüre und würden uns freuen, gerade Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Ihr Vorstand der INITIATIVE RÖMISCHES MAINZ E.V.

Wieder Zulauf im Heiligtum

Corona hat auch in der Taberna archaeologica und im Heiligtum seine Spuren hinterlassen. An vielen Tagen musste die Tür geschlossen bleiben. Jetzt aber vermeldet Edith Kronenberger, der „gute Geist“ der Taberna, wieder steigende Besucherzahlen und damit steigende Spendeneingänge – was natürlich unseren Schatzmeister Udo Kaufhold strahlen lässt. Selbstverständlich reagieren wir sofort, sobald eine neue Verordnung in Sachen COVID 19 erlassen wird, um unser Taberna-Team und unsere Besucher so gut wie möglich zu schützen. Wenn Sie ins Heiligtum wollen, fragen Sie doch vorsichthalber vorab an, welche besonderen Einlassbedingungen aktuell angesagt sind. Und damit Sie nicht lange nach der Telefonnummer suchen müssen: 06131 – 6007493.

Neue Vortragsreihe „Forum Romanum“

„Forum Romanum“ heißt die neue Vortragsreihe, die am 2. September um 20 Uhr in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz startet. In Anlehnung an die Nachtvorlesungen in der Unimedizin, die über 17 Jahre erfolgreich medizinische Themen der interessierten Öffentlichkeit nähergebracht haben, will Ideengeber und Vorsitzender der Initiative Römisches Mainz (IRM), Prof. Dr. Christian Vahl, ein neues Format zur Vermittlung des kulturellen Erbes etablieren. „Viele Fragen, die unsere heutige Gesellschaft prägen, waren auch schon in der römischen Kultur präsent“, so Vahl, „vor allem führten sie zum Teil zu faszinierenden Lösungen“, verspricht er.

Zum Auftakt geht es in vier 20-minütige Kurzvorträgen um das Thema „Schönheit und ihr Preis“. Dabei wird über „Römische Kosmetik für Römische Schönheiten“, über „Mode, Schönheit und Bewegung“, über „Funktionserhalt oder Schönheit im Gesicht“ oder über „Die weibliche Brust zwischen Skalpell und Erotik“ gesprochen. Vortragende sind bei der Premiere neben Vahl selbst: Dr. Maren Haertel, Prof. Annette Hasenburg und Prof. Bilal Al Nawas samt Team. Die Veranstaltungsreihe, die zunächst im September mit vier Staffeln jeweils donnerstags um 20 Uhr anläuft, soll dem Gedanken des „Forum Romanum“ (Römischer Marktplatz) entsprechend nicht nur aus Vorträgen bestehen, sondern Raum für Diskussionen bieten. Kooperationspartner sind, neben der GDKE mit dem Landesmuseum Mainz, die Initiative Römisches Mainz (IRM) sowie die von Christian Vahl ins Leben gerufene „unsichtbare Römergarde“. „Wir nehmen das Thema sehr ernst, wollen aber auch aufzeigen, dass es durchaus verspielte Komponenten gibt,“ so Vahl.

Aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen bittet das Landesmuseum um eine frühzeitige und verbindliche Anmeldung unter anmeldung@gdke.rlp.de. Es gelten die gültigen Hygienevorschriften, zudem die 3-G Regel (geimpft, genesen bzw. getestet) mit Nachweis.

Die nächsten Themen beim „Forum Romanum“: Am 9.9. „Heizungsanlagen und Bäder“, am 16.9. „Speisen, Genießen, Gewicht“ und am 23.9. „Wohnen, Leben mit Pflanzen“.

Kalender-Projekt 2022

Es sind nachgerade künstlerische Meisterleistungen, die die Kalenderblätter zieren werden, lobt der Vorstand schon jetzt die Arbeit einer Gruppe von Ehrenamtlichen, die sich mit der Gestaltung eines Wandkalenders für 2022 mit Motiven aus dem Isis- und Mater Magna-Heiligtum befasst hat. Der Kalender geht jetzt bereits in die Herstellung, um möglichst früh schon in der Taberna vorzuliegen, wo er für 9,60 Euro zu erhalten sein wird. Ein Tipp: Lassen Sie sich doch einfach schon vor dem offiziellen Verkaufsbeginn ein Exemplar (oder gleich mehrere zum Verschenken – nicht nur zu Weihnachten) reservieren. Ein Hingucker für Freunde des Römischen Mainz und solche, die es werden könnten. Zwölf Monate lang.

Übrigens: Auch noch vor Weihnachten wird ein von unserem Vorstandsmitglied Bernd Funke verfasstes reich bebildertes Buch über das Römische Theater in Mainz im Bonewitz-Verlag erscheinen. Mit Beiträgen u.a. von Dr. Marion Witteyer, Peter Krawietz, Dr. Gerd Rupprecht, Prof. Dr. Christian Vahl und dem IRM-Gründungsvorsitzenden Gerd Krämmer. Näheres dazu später.

Projekt: Inszenierte Antike

Der Künstler Thomas Brenner verfolgt die Grundidee, Orte Römischer Geschichte in Mainz mittels inszenierter Photographie mit einer neuen zeitgemäßen/ modernen/ kritischen Betrachtung neu zu interpretieren, um sie stärker in das Alltagsbewusstsein und die tägliche Wahrnehmung der Bewohner und Besucher der Stadt Mainz zu integrieren. Die Photographien sollen in der Römerpassage einerseits im Hauptdurchgang der Römerpassage schweben und andererseits Glasfassaden von Schaufensterfronten zu Orten der Begegnung mit Römischer Geschichte machen. Die so entstehende Kommunikation zwischen dem Isis Heiligtum und der inszenierter Photographie von Thomas Brenner soll zu einer Verdichtung der Wahrnehmung und des Erlebens der römischen Antike beitragen und ihr eine neue Dimension hinzufügen. Die Initiative Römisches Mainz begleitet und unterstützt dieses Projekt.

NOVITAS – Newsletter der IRM Ausgabe 1/2021

Liebe Freunde des Römischen Mainz, Liebe IRM-Mitglieder,

selbst im allenthalben gespürten und erlebten Stillstand während der Corona-Pandemie ist der Vorstand der Initiative Römisches Mainz unter seinem neuen Vorsitzenden Prof. Dr. Christian Vahl nicht untätig gewesen. Einige der Ergebnisse der Aktivitäten in dieser Zeit haben Sie mit Sicherheit durch die Berichterstattung in den Medien bereits verfolgen können.
Dennoch werden wir Ihnen ab sofort in unregelmäßigen Abständen mit einem Newsletter des Vorstands Bericht erstatten über sichtbare Auswirkungen unserer Vorstandsarbeit, über Ihre Initiative Römisches Mainz, die sich bemüht, unser Römisches Erbe sichtbar und erlebbar zu machen und nach immer neuen Wegen sucht, dieses Erbe für uns und nachfolgende Generationen zu bewahren.
Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre möglicherweise für Sie neuer Erkenntnisse und fordern Sie gerne auf, unsere Arbeit mit Wünschen und Anregungen, aber auch mit konstruktiver Kritik zu begleiten.
Ihr Vorstand der INITIATIVE RÖMISCHES MAINZ E.V.

PS: Eine besondere Erwähnung fand „unser“ Römisches Mainz in der AZ durch die Kolummne „Moguntinus“

Sanierung der Römersteine

Der Werkausschuss der Gebäudewirtschaft (GWM) hat Konservierungsarbeiten an acht
Pfeilerresten beschlossen. Insgesamt stehen dafür 75.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt will jährlich einen der Römersteine sanieren. Da sich die einzelnen Pfeilerreste in Größe und Zustand unterscheiden, war es in manchen Jahren ein großer Pfeiler, der konserviert wurde, in anderen Jahren mehrere kleinere. „Die Initiative Römisches Mainz freut sich über die voranschreitenden Arbeiten an den Römersteinen als einen entscheidenden Schritt zur Bewahrung des Mainzer Römischen Erbes“, erklärte Christian Vahl, Vorsitzende der Initiative Römisches Mainz. „Die kontinuierlichen Arbeiten an den Römersteinen reihen sich ein in unsere umfangreichen Maßnahmen für die römischen Denkmäler in Mainz. Mit der Konservierung des Drusussteins, die in diesem Jahr abgeschlossen wird, und unseren vielfältigen Aktivitäten am Römischen Bühnentheater konnten wir hierbei schon große Schritte weiterkommen. Wir haben noch viel vor uns, aber wir haben in den letzten Jahren auch schon sehr viel erreicht – und das natürlich nicht zuletzt auch durch die tatkräftige Unterstützung der Initiative Römisches Mainz“, sagte Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD). Von den Römersteinen, Resten des Aquädukts, sind aktuell noch 60 zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Unterer Zahlbacher Straße erhalten. Das Aquädukt wurde in der Regierungszeit von Kaiser Vespasian (69 – 79 n.Chr.) errichtet. Bei den acht für dieses Jahr ausgewählten Exemplaren sind Teile herausgebrochen, so dass durch eine Konservierung und das Aufbringen einer Schutzschicht die dauerhafte
Witterungsbeständigkeit hergestellt werden muss. (Sensor)

Sanierung des Heiligtums

„Jetzt könnte man drauf tanzen“, ist sich Vorstandsmitglied Gerhard Blödel sicher. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Initiative Römisches Mainz (IRM) hat er in 90-stündiger Arbeit das Heiligtum für Isis und Mater Magna renoviert. Im März wurde beobachtet, dass der Kiesboden zwischen den antiken Mauern, die 1999 beim Bau der späteren Römerpassage geborgen worden waren, von „Kratern“ übersät war. Wie sich jetzt herausstellte war die 2003 genutzte Holzkonstruktion, auf der der Kies verteilt worden war, an einigen Stellen regelrecht durchgefault. „Das wird nicht mehr passieren“, sind sich die Helfer einig, die zunächst den alten Kies in rund 200 Säcken sammelten und die morschen Hölzer sachgerecht entsorgten. Als Unterkonstruktion wurde diesmal atmungsaktive YtongSteine verwendet, die mit wasserfest verleimten Mehrschichtplatten überdeckt wurden, die nun den wiederverwendeten Kies tragen. Für den Einsatz dankte nicht nur Dr. Marion Witteyer namens der Landesarchäologie, sondern auch IRM-Vorsitzender Prof. Christian Vahl, der von einer „zukunftsfähigen Lösung“ spricht und glücklich ist, dass das Heiligtum am 1. Juni nach längerer Pause wieder geöffnet wurde. Spenden machten die Sanierung möglich. „Wir leben von Spenden, die während der durch die Pandemie bedingte Schließung ausgeblieben sind“, sagt Vahl. (AZ)

Meilenstein ins Interesse gerückt

Die von Prof. Christian Vahl ins Leben gerufene „Unsichtbare Römergarde“ nimmt Gestalt an. Schon haben sich mehrere Mainzer bereiterklärt, dieser auf keinerlei Vereinsstatuten basierenden Gemeinschaft von Mainzern beizutreten, die sich unter dem Patronat der Initiative Römisches Mainz (IRM) um das römische Erbe der Stadt sorgen und sich für dessen Erhalt und Pflege engagieren wollen. Vahl, auch Vorsitzender der IRM, nutzte den Nachbau eines Streitwagens, der vom als Legionär gekleideten Tim Hansen gezogen wurde, zunächst als Katheder. Vor der Römerpassage „unterrichtete“ er über die vielfältige Verwendung von Honig im alten Rom, aber auch über den Eisgenuss vor 2000 Jahren.
Hinter dem Kleinen Haus, an der Ecke zur Betzelsstraße, machte Vahl auf den völlig unbeachteten römischen Meilenstein aufmerksam, der beim Bau des Kleinen Hauses gefunden worden war. In einem fiktiven Zwiegespräch mit dem zylindrischen rötlichen Stein gelang es Vahl, nicht nur über die Bedeutung der Meilensteine für Rom und seine Provinzen aufzuklären, sondern auch das Schicksal des Mainzer Steins „an der Route 66 des Altertums“ zu thematisieren. Das Pflaster rund um den Meilenstein werde als Parkplatz genutzt, der Stein selbst, der ursprünglich entweder Kaiser Postumus oder Kaiser Diocletian gewidmet war (beide Kaiser hielten sich Ende des 3. Jahrhunderts in Mainz auf) fühle sich, so „übersetzte“ Vahl, seit fast 30 Jahren völlig vernachlässigt. Gleichwohl stelle er, so der IRM-Vorsitzende, einen „Nabelpunkt im römischen Straßennetz“ dar. Sowohl die „unsichtbare Römergarde“ als auch die IRM würden nunmehr „nicht ruhen, bis hier eine Stele steht, auf der auf die Bedeutung des Meilensteins und die beiden Platten vom Straßenbelag im römischen Mainz adäquat hingewiesen wird“. Inzwischen ist die Stele bei der Gebäudewirtschaft Mainz GWM in Arbeit. (AZ)

Spende nimmt Gestalt an

Nach einer Bemusterungsphase zu Ende des letzten Jahres werden aktuell noch weitere Elemente der stilisierten Sitzkulissen aus Drahtgeflecht im Römischen Bühnentheater aufgebaut. „Nachdem die marode gewordene Holzrekonstruktion der ersten fünf Sitzreihen aus dem Jahr 2005 aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste, wurde in enger Abstimmung mit der Archäologie, den Denkmalschutzbehörden und dem Stadtrat entschieden, eine temporäre, nicht begehbare Installation in Form eines Drahtgitters aufzustellen, die einen Teilbereich der alten hölzernen Zuschauerränge visualisiert“, erläutert Kulturdezernentin Grosse. Mit finanzieller Unterstützung des Rotary-Clubs werde die Installation außerdem auch bald in der Dämmerung zeitweise zurückhaltend illuminiert.
(Sensor)

Erklärung des Bürgerrates zum Runden Tisch „Steinhalle“

Mehr Demokratie wagen – aber nicht durch Verdrängung kulturellen Erbes in
der Steinhalle des Landesmuseums

Seit 2016 nutzt der Landtag von Rheinland-Pfalz die sogenannte Steinhalle des
Landesmuseums Mainz als Ausweichquartier für seine Plenarsitzungen, da das historische Landtagsgebäude, das Deutschhaus, zu sanieren war. Der größte Teil der international bedeutenden Sammlung römischer Steindenkmäler wurde zuvor aus der Steinhalle ausgeräumt, damit der Plenarsaal und eine Lobby für den Landtag installiert werden konnten.

Einen sehr beträchtlichen Teil dieser römischen Steindenkmäler hat der Mainzer
Altertumsverein erworben und 1910 der Stadt übergeben. Das Land präsentiert diese
Sammlung (seit 1967 als Dauerleihgabe der Stadt) im Landesmuseum, darunter befinden sich so einzigartige Denkmäler wie der Grabstein des Mainzer Reeders Blussus und seiner Frau Menimane, der repräsentative Bogen des Ratsherrn Dativius Victor und die große Jupitersäule zu Ehren des Kaisers Nero.

Anders als ursprünglich zugesagt, will der Landtagspräsident nach der 2021 abgeschlossenen Sanierung des historischen Landtagsgebäudes die Steinhalle nicht wieder dem Landesmuseum Mainz zurückgeben, sondern auch zukünftig als Veranstaltungsort zur Vermittlung von Demokratie nutzen, wodurch das Landesmuseum Ausstellungsflächen in erheblichem Umfang verlöre.

In der Sorge, dass hier zwei wichtige politische Aufgaben in einer demokratischen Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden: einerseits der umfassende Erhalt kulturellen Erbes eines nahezu einzigartigen und international bedeutsamen Ensembles der „Steinhalle“ des Landesmuseums mit der Sammlung von antiken, frühchristlichen und den künftig hoffentlich noch stärker berücksichtigten jüdischen Denkmälern,
andererseits die Präsentation, Bewahrung und Vermittlung von Demokratie, begriffen als „Reallabor Demokratie“ setzen sich die Unterzeichner daher sehr entschieden für die folgenden Ziele ein:

1) Entfernung des Plenarsaalgestühls und der die Steinhalle in zwei Hälften trennenden
Zwischenwand, da die Raumwirkung der ca. 1.200 qm großen Steinhalle, der
historischen Reithalle des kurfürstlichen Marstalls, durch diese Einbauten in
erheblicher Weise beeinträchtigt wird und das Plenargestühl mehr als die Hälfte der
Ausstellungsfläche belegt,

2) eine umfassende, weiterentwickelte Präsentation der international bedeutenden,
nördlich der Alpen einzigartigen Sammlung römischer Steindenkmäler aus Mainz in der
Steinhalle als einem Ort, an dem das Römische Mainz in seiner Vielfalt und einmaligen
Dichte erlebbar ist, für Mainzerinnen und Mainzer, Mainz-Besucher*innen und die
internationale Forschung,

3) die Wiedereröffnung der seit 2004 geschlossenen Archäologischen Sammlung mit
wertvollen Beständen aus der Vorgeschichte, der Römerzeit und dem Mittelalter, die
Ausstellung von römischen Neufunden sowie die Wiedereröffnung der Prinz-JohannGeorg-Sammlung,

4) eine angemessene Präsentation auch der weiteren bedeutenden Museumsbestände,
die die menschliche Kunst- und Kulturgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart
umfassen, bei der kein Bereich zugunsten anderer Bereiche geopfert werden darf,

5) das Museum mit seinen vielfältigen Sammlungen als unentbehrlichen und aktuellen
Ort kulturpolitischer Weiterbildung für die Kunst- und Kulturgeschichte, insbesondere
auch für die Landesgeschichte ideell, aber auch räumlich und personell zu stärken.

Die Unterzeichner begrüßen die Initiative des Landtagspräsidenten zur Stärkung der
Demokratie. Allerdings darf das Landesmuseum Mainz, das in den letzten 20 Jahren bereits erhebliche Ausstellungsflächen verloren hat, nicht dafür genutzt werden, im Gegenteil die kulturellen Verluste würden der Umsetzung eines Demokratie-Labors eher schaden.
Wir plädieren dafür, das Demokratie-Labor an einem anderen, hierfür besser geeigneten Ort entstehen zu lassen und gemeinsam mit Trägern der historisch-politischen Bildung wie dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung und weiteren Konzepte zu entwickeln, die einer Stärkung der Demokratie (auch im Sinne von Bildungs- und Präventionsarbeit) wie der Wertschätzung von Lernorten der Demokratie dienen können.

Unterzeichner
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
Förderverein Stadthistorisches Museum Mainz e.V.
Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz
Initiative Römisches Mainz e.V.
Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft JGU
Institut für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie JGU
Mainzer Altertumsverein e.V.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.
Römisch-Germanisches Zentralmuseum, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie
Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V., Landesverband Rheinland-Pfalz
Verein der Freunde des Landesmuseums e.V.
Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V.

Mainz, den 26.05.2021

Pressemitteilung der Initiative Römisches Mainz zur Steinhalle

Die Initiative Römisches Mainz (IRM) begrüßt es ausdrücklich, dass durch die aktuelle Debatte um die optimale Präsentation der Steinhalle des Landesmuseums die Wertigkeit des Römischen Erbes für die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz stark in das öffentliche Interesse gerückt wird. Ausdrücklich wird dabei allen bisher vorgetragenen Positionen unterstellt, dass sie jeweils das aus ihrer Sicht Beste im Sinne des Römischen Erbes anstreben. Dabei entwickeln Archäologen und Kunsthistoriker, Museumsdirektoren und Kuratoren, Politiker und Bürgervertreter aus ihrer Sicht eine jeweils unterschiedliche Herangehensweise. Angesichts dieser bereits in der Sache begründeten Konflikte hält die Initiative Römisches Mainz die einseitig vom Landtagspräsidenten getroffene Festlegung der weiteren Raumnutzung nicht für nicht sachangemessen. Sie sieht darin einen Auslöser für die derzeit sehr kontrovers geführte Debatte. Dem Grunde nach kann die IRM viele der vorgetragenen Positionen nachvollziehen. So auch die Idee eines Demokratielabors an diesem Ort, durch dessen Besuch beispielsweise Schulklassen, automatisch mit dem Römischen Erbe der Stadt Mainz konfrontiert werden würden. Dennoch hält es die IRM für erforderlich, dass jetzt in einem sachlichen Austausch dem Landesmuseum Gelegenheit gegeben werden muss, die von ihm entwickelten Vorstellungen zur weiteren Gestaltung und die begleitende museumspädagogische sowie archäologische Konzeption in angemessener Weise öffentlich vorzustellen. Die IRM steht gerne bereit, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und aktiv zu einer Lösung beizutragen, bei der der Präsentation und der pädagogischen Einbindung des wertvollen römischen Bestandes an Steindenkmälern Rechnung getragen wird.